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Der 15. Tag gegen Lärm 2012 wird am 25. April 2012 stattfinden.
Sein Motto: Emission: Impossible!



Zwei Themenschwerpunkte sollen in diesem Jahr besonders in den Fokus rücken: die Belastung durch Fluglärm und die Geräuschumwelt von Kindern.

Fluglärm ist zur Zeit in mehreren Regionen, insbesondere in Berlin/Brandenburg und Frankfurt/Südhessen, aber natürlich auch in den momentan weniger im Focus der Medien stehenden Gebieten rund um die anderen bundesdeutschen Flughäfen herum, das dominante Thema. Mit der individuellen Belästigung und Belastung der Anwohner/innen steigen auch die sozialen Kosten für die Behandlung (lärm)stress- und schadstoffinduzierter Erkrankungen und die Beseitigung bzw. Vermeidung von Umweltschäden. Laut WHO und JRC führt die Belastung durch Verkehrslärm allein in der EU und den sonstigen westeuropäischen Staaten zum Verlust von mehr als einer Million gesunden Lebensjahren pro Kalenderjahr, zum größten Teil in der Folge nächtlicher Schlafstörungen durch Lärm.

Das Statistische Bundesamt verzeichnete für das Jahr 2010 1,5 Mio. gewerbliche Flugzeugstarts in Deutschland - mit steigender Tendenz. Die meisten Menschen möchten gerne in den Urlaub fliegen oder auf schnellstem Wege zu ihrem Geschäftstermin gelangen - und niemand möchte die akustische und chemische Umweltverschmutzung, zumindest nicht direkt über seinem eigenen Dach. Wie gehen wir, wie geht die Gesellschaft mit dieser Diskrepanz um? Welche Lösungsmöglichkeiten stehen uns zur Verfügung?

Das zweite Thema, Kinder in ihrer akustischen Umwelt, nimmt Bezug auf die schon lange bekannten und gerade in den letzten Jahren immer wieder durch die Wissenschaft belegten Erkenntnisse, dass Lärm Kinder in ihrem Verhalten beeinflusst, ihr Lerntempo reduziert und ihre Merkfähigkeit beeinträchtigen kann. Klassenräume können hier als ein plakatives Beispiel dienen: ein Klassenraum mit schlechten akustischen Eigenschaften hat durch seine Nachhallzeit nicht nur einen ständigen Hintergrund-Lärmpegel, sondern führt auch dazu, dass lauter gesprochen werden muss, damit Schüler und Lehrer sich überhaupt verständlich machen bzw. verstehen können. Das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin konstatiert nach einer eigenen Untersuchung, in der normale Unterrichts-Schallpegel zwischen 60 und 80 dB festgestellt wurden: „Die Beschwerden über die akustischen Arbeitsbedingungen erweisen sich als berechtigt“. Eine Verringerung der Nachhallzeit um 50% kann zu einer Geräuschreduktion von 6 dB führen. In Schulen sollten sich solche Maßnahmen im Rahmen ohnehin fälliger Sanierungsarbeiten schnell realisieren lassen.

Als eine zentrale Veranstaltung findet auch dieses Jahr am 24.04.2012 die traditionelle Pressekonferenz zum
Tag gegen Lärm in Berlin statt. Die Vertreter des TgL rekrutieren sich dieses Jahr aus den Reihen des ALD, des VCD, des UBA, der BG Bau und des DIN; die Moderation wird von Frau Prof. Dr. Schulte-Fortkamp übernommen.

Wie jedes Jahr wird es eine Vielzahl verschiedener Aktionen zu unterschiedlichsten Themen geben - der Tag gegen Lärm lebt davon, dass viele Menschen überall in Deutschland aktiv werden!

Emission Impossible: Machen Sie mit! Mit einer eigenen Aktion zum Thema Lärm können Sie Ihren Lösungsansatz präsentieren oder auf spezielle Probleme aufmerksam machen.

Wir freuen uns darauf, auch dieses Jahr wieder viele Mitstreiterinnen und -streiter zu finden, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für ein gutes Gelingen und breite Wahrnehmung des "Tag gegen Lärm" sorgen!

Rückblick auf 2011:

Der Tag gegen Lärm war wieder ein großer Erfolg!

Ein herzliches Dankeschön an alle, die die Aktionen zum Tag gegen Lärm organisiert haben und dazu beitragen, dass die Lärmproblematik immer häufiger öffentlich diskutiert wird.

Ein Dankeschön aber auch an alle, die an diesem Aktionstag teilgenommen und somit darauf aufmerksam gemacht haben, dass Lärm in vielen Bereichen ein großes Problem darstellt.

"Lärm - Lärmbelästigung - Lärmvermeidung" brauchen viel öffentliche Aufmerksamkeit. Der Tag gegen Lärm als Institution zur Veräußerung und Auseinandersetzung mit den Belastungen durch unerwünschte Geräusche bleibt aktuell!


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Eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V.




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